• | |

    Himmelplfücken

    Ich glaube nur, was ich sehe“ scheint eine nüchterne Sicht der Welt zu sein. Sieht man allerdings genauer hin, so stellt man fest, dass vieles von dem, was ich so sehe, nur ein Konstrukt ist. Das jedenfalls können wir aus den Beobachtungen der Wissenschaft lernen, und es gilt auf vielen Ebenen.
    Freiheit entsteht, wenn ich mir meiner Wahrheit bewusst werde. Oder anders ausgedrückt, wenn ich die Begrenztheit meiner Perspektive erkenne – was ja keineswegs heißt, dass ich nicht damit Spaß habe. Einfach nur etwas lockerer, weil weniger identifiziert …

  • | | | | |

    Alegría

    Es ist nicht schwer, die schlechten Nachrichten zu finden. Einfach kurz mal einen Blick in die Medien werfen, und spätestens dann bist du da. Eine echte Kunst ist es aber, im Angesicht all des Leids, der Probleme, der großen Herausforderungen, die einem das Leben auftischt, die Lebensfreude zu behalten.
    Aber das geht noch weiter. Wenn ich mich für Lebensfreude und Lebenslust entscheide, dann ist das ein radikaler, subversiver Akt. Ich stelle all dem Leid und Schmerz der Welt etwas anderes Gegenüber, nämlich eine unbeugsame Lebendigkeit. Manchmal ist das, was so leicht und unscheinbar daherkommt eben genau dieser berühmte Flügelschlag des Schmetterlings, der einen Orkan auslöst.

  • | | | |

    Funken

    Ich bin reines Bewusstsein und als solches mit allem verbunden. Auch wenn es vielleicht im Moment nicht populär ist, aber es gibt in dieser Hinsicht von den Religionen dieser Welt eine Menge zu lernen. Das bezieht sich nicht auf die nur allzu menschlichen und unheiligen Entgleisungen, die mit jeder Religion einhergehen, sondern eben auf die vielen Wege, die sie zu dem wirklich lebendigen Kern anbieten. Diese Wege wirklich in der Tiefe zu verstehen braucht aber einen veränderten, erweiterten Geist. Ich kann nicht der bleiben, der ich bin, wenn ich das erfassen möchte, sondern ich muss mich weiten, damit ich es überhaupt fassen kann.
    Der Weg ist ein langer, aber es sind uns auch schon viele vorangegangen. Und der Funke brennt in jedem von uns.