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    Schwerter zu Pflugscharen

    Kaum jemand würde wohl sagen, er möchte keinen Frieden in der Welt. Friede aber scheint irgendwie ja wie die berühmte Karotte vor dem Esel zu sein, immer noch einen Schritt weit entfernt – es fehlt immer etwas, damit er Wirklichkeit werden kann.
    Das Problem könnte daran liegen, dass wir einfach in die falsche Richtung blicken. Frieden ist nicht etwas, das von Außen auf uns zu kommt. Die Weisheitslehrer dieser Welt sprechen nämlich von einer anderen Richtung. Die ist keineswegs was für konfliktscheue Weicheier. Der radikale Weg zum Frieden ist einer, der nach innen gegangen wird …

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    Zum Licht

    Manche Geschenke schickt uns das Leben in einer Verpackung, die ganz schön herb und unangenehm ist. Wir alle wollen ja gut und glücklich leben. Aber ist es nicht so, dass keiner von an den schwierigen Zeiten im Leben vorbei kommt? Egal wie man sich bemüht, irgendwann erwischt’s jeden mal.
    Diese Episode ist eine Einladung, mal anders auf die finsteren Zeiten im Leben zu blicken. Ein kleiner Mutmacher für schwierige Momente.

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    Alegría

    Es ist nicht schwer, die schlechten Nachrichten zu finden. Einfach kurz mal einen Blick in die Medien werfen, und spätestens dann bist du da. Eine echte Kunst ist es aber, im Angesicht all des Leids, der Probleme, der großen Herausforderungen, die einem das Leben auftischt, die Lebensfreude zu behalten.
    Aber das geht noch weiter. Wenn ich mich für Lebensfreude und Lebenslust entscheide, dann ist das ein radikaler, subversiver Akt. Ich stelle all dem Leid und Schmerz der Welt etwas anderes Gegenüber, nämlich eine unbeugsame Lebendigkeit. Manchmal ist das, was so leicht und unscheinbar daherkommt eben genau dieser berühmte Flügelschlag des Schmetterlings, der einen Orkan auslöst.

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    Das kleine Licht

    Ein spirituelles Gedicht über die Sehnsucht nach dem Licht – eine Reise, die ein ganzes Leben dauert und uns möglicherweise auf höchst bemerkenswerte Pfade führt. Es gehört zu diesem Weg, dass dieses numinose Andere, das wir als Gott oder das Göttliche bezeichnen, etwas ganz anderes zu sein scheint als wir selbst, weit weg, schwer zu erreichen und schwer zu erkennen.
    Diesen Weg zum Licht zu gehen hat jedoch Auswirkungen auf uns. Wie bei jedem Weg ändert sich die Perspektive im Lauf der Zeit, mit jedem Schritt ein bisschen und manchmal auch ganz dramatisch. Einfache Dinge können komplex werden, und komplizierte Aspekte können sich in großer Einfachheit auflösen, wenn ich herausfinde, wer ich wirklich bin.

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    Wenn und Aber

    Wie oft hänge ich in Zweifeln fest, die mich davon abhalten, einen konkreten Schritt zu machen! Und wie ätzend sind solche Momente und Zeiten! Und doch – es gibt sie immer wieder, und möglicherweise haben sie einen tieferen Sinn, den ich mir in meiner Zielorientierung gar nicht so recht eingestehen möchte.
    Ist die innere Klarheit gefunden worden (kleine Lebensweisheit: das geschieht oft nicht durch Nachdenken), dann gehen sich die Schritte oft ganz wie von selbst. Und das sogar im Angesicht von großem Widerspruch.

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    Scherben Splitter Magenbitter

    Eine Trennung verarbeiten kann krass hart sein. Denn Trennungsschmerz trifft mich im tiefsten Grund meines Herzens. Das Ende einer Beziehung reißt ein Loch in mein Leben und je nachdem wie die Sache gelaufen ist, kann das ein brutal großes sein.
    Wie kann ich mit diesem Herzschmerz umgehen? Liebeskummer verarbeiten fängt damit an, ihn erstmal zu fühlen – bewusst, in seiner fiesen Härte. Und dann stehe ich vor einer spannenden Entscheidung: Was tue ich mit diesem Schmerz? In diesem Gedicht gehts darum wie ich eine Trennung verarbeiten und danach weitergehen kann.

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    Licht wird

    Wenn wirklich lebendig sein will, komme ich nicht darum herum, mich auf’s Leben einzulassen – ob es sich gut anfühlt oder nicht. Und es liegt ein Geheimnis darin verborgen, „schlechte“ Gefühle nicht einfach wegzuschieben. Sie sind Teil meiner Lebendigkeit, ich finde mich in meinem Fühlen letztlich selbst, das ganze Wunder des Lebens. Hier liegt das Geheimnis der Freiheit und der eigenen Kraft.

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    Der Tag

    Dankbarkeit ist der Schlüssel dafür, die Fülle und Schönheit des Lebens wahrnehmen zu können. Sie ist also viel mehr als nur etwas, das wir den Dingen sozusagen „hinterher tragen“ – erst mit einer dankbaren Haltung werde ich bestimmter Dinge und Begebenheiten und ihrer Qualität überhaupt erst gewahr. Dabei ist Innehalten und Dankbarsein an sich schon ein Geschenk.

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    Zeit zu gehen

    Abschiede können richtig hart sein, besonders wenn ich sie nicht gewählt habe. Sie sind aber auch Neubeginn, denn das Leben geht nun anders weiter. Ich kann deshalb ja auch eine Haltung einnehmen, in der ich auf die neuen Möglichkeiten schaue, die eine Trennung, Kündigung, ein Verlust oder eine Veränderung mit sich bringt. Das meist alles andere als einfach. Es hat aber eine Wirkung, das Alte loszulassen und mich bewusst dem offen Raum zuwenden.