Wundaba
Manchmal küsst einen das Leben
Das Leben fließt nicht wie Wasser aus einem Wasserhahn, sondern es verläuft in Wellen. Das kann ganz schön nervig und anstrengend sein, wenn ich beispielsweise etwas verliere, Dinge sich wandeln und es scheinbar bergab geht. Doch ist das nicht das Ende der Story – nach dem Winter kommt irgendwann wieder der Frühling.
Diese Episode feiert die Lebendigkeit, das Neuerwachen des Lebens. Mit einem Mal, wer hätt’s gedacht, sieht das Leben komplett anders aus! Machen kann man das nicht, aber man kann es geschehen lassen und wach dafür sein. Eine Einladung zur Gelassenheit …
Kapitel:
- 00:00:00 Intro
- 00:00:26 Wundaba – Solo
- 00:01:48 Berührt vom Leben
- 00:07:41 Wundaba (Remix)
- 00:10:27 Outro
Hier findest du die Info zur Visionssuche.
Transkription
Wundaba
Der Vibe ist da
Wie wundaba
Die Engel singen
Halleluja
Der Nebel
Weggeblasen
Leuchtet’s im Grau
Ach so schwerer Zeiten
Die Hand ist da
Ich bin ergriffen
Bin gehalten
Im Sumpf der Widrigkeiten
Lebenshauch
Faucht in die Glut
Verbrennt im Lebensfeuer
Der harten Tage Kälte
Hatt’ alles gehen lassen
Im leeren Raum Vertrauen
Das Leben webt sich weiter
Ungezwungen lustvoll
Find mich am Morgen
Aufgeweckt
Der Vibe ist da
Wie wundaba
©️ Lachender Bach/Peter Müller 2026
Berührt vom Leben
Dieser Moment, wenn nach dem Regen die Sonne durch die Wolken bricht und die Welt mit dem magischen Funkeln tausender kleiner Sterne überzieht. Dieser Moment, wenn ich nach dem mühsamen Wandern durch anstrengendes Gelände plötzlich eine Kuppe erreiche, und das Land sich weit und offen vor mir ausbreitet. Dieser Moment, als das Leben trübe und ohne Perspektive erschien, ich nicht wusste, was ich tun sollte, und mit einem Mal geschieht etwas, das einen Weg aufzeigt, dessen Schritte wie Perlen an einer Kette ganz offensichtlich vor mir liegen.
Es geschieht oft genug, dass mir das Leben Karten zuspielt, die nicht einfach zu nehmen sind. Sie bringen mir Schmerz, Bedrängnis, Trauer und Traurigkeit, sie lassen mich an mir selbst und manchmal sogar am Leben zweifeln. Und das müssen gar nicht mal unbedingt Dinge sein, die mit mir als Person zu tun haben. Wenn ich sehe, wir uns als Menschen oft gegenseitig die Welt zur Hölle machen, einander quälen, ob in sadistischer Bewusstheit oder aus purer Gleichgültigkeit und Verblendung; wenn ich sehe, wie wir dieses Juwel namens Erde zerstören, die ja unser aller Lebensraum ist, ob Mensch oder nicht menschliche Umwelt – an schwierigeren Tagen drückt mir das ziemlich auf’s Gemüt. Und ich könnte mir vorstellen, dir geht’s ganz ähnlich.
Wie gehe ich damit um? Verdränge ich sie und zieh mir die nächste Serie oder den nächsten Podcast rein? Inzwischen habe ich gelernt, dass es nichts löst, die Dinge nicht anzuschauen und sie irgendwohin versuchen wegzuschieben. Auch wenn ich viel lieber meine Ruhe hätte und einfach nur mein Leben leben möchte, kommen solche schwierigen Karten immer wieder in das Blatt, das ich in Händen halte. Ich hab gelernt, dass es auf lange Sicht mehr schadet als nützt, sie hinauszuschieben. Verdrängen funktioniert immer nur für eine gewisse Zeit, und dann wird’s meistens schlimmer.
Nachdem ich mich also diesen schwierigen Karten zugewandt und sie oft genug durchlitten habe, ist mir aufgefallen, dass sie bei aller Schwierigkeit oft wichtige Lektionen enthalten, von denen ich lernen kann. Und dann ich habe beobachtet, wie nach solchen taffen Zeiten auch immer wieder schöne kommen. Du kennst bestimmt den Spruch, auf Regen folgt Sonne.
Im Auf und Ab des Lebens gibt es immer wieder Momente, in denen mir das Leben etwas schenkt, das ich nicht für möglich gehalten habe. Das kann die Begegnung mit einem wichtigen Menschen sein, ein Erlebnis, das mir völlig neue Räume erschließt, oder sonst etwas, dass zu mir kommt und dem Leben so etwas wie eine neue Energie und Freude gibt. Ein Wort dafür ist „Gnade“, was so viel wie „unverdientes Geschenk“ bedeutet. Was natürlich eine Tautologie ist, denn per Definition ist ein Geschenk immer unverdient. Was ich damit meine: Es ist nicht kalkulierbar, wann mir Gnade geschenkt wird. Aber ich kann offen dafür sein, dass sie kommt. So wie ich offen dafür sein kann, dass nach einer langen zähen Regenfront irgendwann wieder die Sonne scheint.
Wenn nämlich so ein Moment der Gnade kommt, kann ich mich wunderbarerweise ganz in ihn fallen lassen. Ich kann ihn bewusst und mit offenen Augen annehmen und in mir wirken lassen. Ich werde sozusagen mein eigener Zuschauer oder Freund – geteilte Freude ist ja doppelte Freude. Dieser Moment gibt mir Kraft und Zuversicht ins Leben und zeigt mir ganz unmittelbar, wie das Leben mich trägt. Und mir eben auch die Asse und die Trumpfkarten zuspielt, nicht nur den Schwarzen Peter. Weil ich weiß, wie kostbar das ist, feiere ich solche Momente der Gnade, der Neugeburt. Ich öffne in mir einen Raum und bitte sie freundlich herein, so wie man die die frische Morgenluft ins Zimmer lässt. Dann spüre ich große Dankbarkeit und Lebendigkeit, und damit werden sie bemerkenswerterweise noch kraftvoller.
Outro:
Ja, während ich das hier drauf spreche, schneit’s bei mir draußen vor dem Fenster. Der Winter bäumt sich noch mal auf, aber es ist Frühling. Der Sommer wird kommen. Und ich weiß nicht, wie es dir gerade geht, wo du drin steckst, sollt’s für dich taff sein, dann hoffe ich, dass dieser Podcast dir ein bisschen ein Fenster dafür aufgemacht hat, dass es auch wieder anders werden wird. Gib nicht auf, sondern geh durch. Halt die Augen offen, lerne, was zu lernen ist. Und komm zurück zur nächsten Episode, die versuche ich so bis in vier Wochen rauszukriegen. Und weil ich gerade ganz viele Projekte angefangen, aber keines fertig gemacht habe, kann ich dir nicht sagen, was es werden wird. Lass dich überraschen. Aber sie kommt so sicher wie dein Sonnenstrahl. Ich wünsch dir alles Gute, freue mich wie immer über Kommentare und Empfehlungen. Empfehle mich gern weiter.
Und wenn du wirklich Bedarf hast nach einer fundamentalen Wende, dann guck doch mal auf meine Website changingheart.de. Da gibt’s eine Visionssuche im Sommer. Das ist eine großartige Möglichkeit, um wirklich mal so den Frühjahrsputz im eigenen Leben zu machen. Okay, genug der Werbung.
Mein Name ist Lachender Bach, ich bin ich bin Poet, Tänzer, Mystiker, Naturcoach und Menschenflüsterer. Danke fürs Dabeisein, und – lass es fließen im wilden Strom des Lebens.
